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Interview mit James A. Keating

Frage: Wie lange hast Du Dich mit den Kampfkünsten beschäftigt?

James: Ich habe mich mit den Künsten (in der einen oder anderen Form) seit über 35 Jahren beschäftigt. Sie haben seit Mitte der 60er Jahre einen großen Teil meines Lebens eingenommen. Es ist seit damals ein langer, beständiger Fortschritt an Weiterbildung und Entwicklung gewesen. Unechte Disziplin kommt und geht mit der Stimmung, in der Du Dich befindest. Echte Disziplin ist etwas, das niemals weggeht; sie ist ein Lebensstil, sie ist jeden Tag da, sie besteht für immer. Sie ist nicht dazu entworfen, um Gurtgraduierungen zu erreichen oder um als “guter Junge” auf die Schulter geklopft zu werden. Echte Disziplin ist eigennützig, sie ist für Dich selbst da, um am Leben zu bleiben, um Deine Lieben am Leben zu halten. Ich verachte Kampfkünste, die nur aus rein sportlichen Gründen bestehen. Wenn Du für die echte Sache trainierst (ist es die Bedrohung durch den Tod?), ist es viel einfacher, Disziplin aufrechtzuerhalten. Sie ist der Hauptmotivator für die meisten Langzeit-Kampfanstrengungen, wie man fünfunddreißig Jahre an Arbeit frisch erhält und weitertickt.

Frage: Welche Lehrer haben den größten Einfluß auf Dich als ein Kampfkünstler gehabt?

James: Das ist eine schwierig zu beantwortende Frage, weil ich in so vielen unterschiedlichen Disziplinen stilübergreifend trainiert habe. Es hat Zeiten in meinem Leben gegeben, als bestimmte Leute (Lehrer) und Künste mein Schicksal mehr beherrscht haben als andere. Ich denke, daß Du Dich einer Kunst ernsthaft hingeben mußt, um sie wirklich zu erlernen. Aber zurück zu der Frage. Ich habe mit vielen Leuten trainiert, aber nur ein paar wenige haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen oder tatsächlich mein Leben beeinflußt. Von diesen wenigen sind einige berühmt und andere sind unbekannt. Fangen wir mit denjenigen Lehrern an, die öffentlich bekannter sind. Ich denke, daß diese Männer mich auf meinem Weg zu einem höheren Lernen auf ihre eigene Art und Weise beeinflußt oder ermutigt haben: Larry Hartsell (Jeet Kune Do), David Harris (Wing Chun und Aikijitsu), Paul Vunak (JKD, Kali), John Farnam (Pistole), Wally Dallenbach Jr. (Fahrsicherheitstraining bei ESI), Peter Urban (USAGA. Danke, Großmeister Urban, Oss! Ich liebe Deine Logik noch immer!), Ed Parker (Kenpo), Skip Hancock (Kenpo), Tom Connors (Kenpo-Traco), Professor Remy Presas (Arnis), Bob Duggan (ESI), Cliff Lenderman (JKD, Silat und Thaiboxen), Bill Sanders (Silat) und Jim Ingram (Mustika Kwitang und Tjimande). Es gibt andere, aber diese Liste trifft die Kernleute.
Von den Unbekannten (nicht in der Öffentlichkeit stehenden Lehrern) würde ich sagen, daß Ed Sumner (Goju), Jan Abrams (Traco), George Kikes (Won Hop Kuen Do, Seven Star Mantis und Hung Gar), Randy Wanamaker (Goju-Kenpo) und Tony Umek (J.T.Will-Stil Kenpo) ganz oben auf James Keatings Skala der Wichtigkeit rangieren. Jede Person fügte etwas hinzu und half mir auf meiner Suche nach Selbstvervollkommnung. Danke euch allen.

Frage: Das Material, daß Du auf Deinen neusten DVDs unterrichtest, schein eine Menge an philippinischem Einfluß zu haben. Ist dies eine zutreffende Beschreibung von dem, was Du gegenwärtig unterrichtest?

James: Ja, viel von dem, was wir machen, kommt von den spanischen/philippinischen Methoden des Nahkampfes. Andere Gesichtspunkte unserer Methode stammen aus Silat, Kenpo und JKD (um nur einige wenige zu nennen). Der nette Teil bei dem, was die philippinischen Kampfkünste mir persönlich bieten, ist die Freiheit, ich selbst zu sein und die Kunst so auszudrücken, wir ich sie sehe, ohne Verurteilung. Über die Jahre hinweg bin ich dazu gekommen, die manipulativen, oberflächlichen, geldraffenden Praktiken zu verachten, die so viele Kampfgeschäftssysteme heutzutage zu befürworten scheinen. Es ist alles andere als persönliche Wahl oder Freiheit; es ist kultartiger Schwachsinn, der niemals jemals dabei ins Schwarze trifft, den Schüler kampfmäßig auf Trab zu bringen. Es ist ein gut ausgearbeiteter Plan aus kampfartigem Rauch und Spiegeln, welche den Verstand des Anfängers umlenken von dem ursprünglichen Grund dafür, warum sie überhaupt erst damit angefangen haben, Kampfkünste (Selbstverteidigung) zu erlernen. Jetzt werden sie zu einem Bestandteil eines ausgeformten “Melkvorgangs”, der dazu entworfen wurde, um ihre Brieftasche zu entleeren, ohne ihnen jemals irgend etwas Zuverlässiges beizubringen. Sie geben es auf, echte Kampffertigkeiten zu verfolgen und fangen an, farbigem Stoff und der Anerkennung durch den Lehrer und der Gruppe nachzujagen. Sprich über Fehlinformation und falsche Prioritäten! Freiheit IST der wahre Weg der Kampfkünste, nicht Gurtgraduierungen, Kastensysteme, arbeitsverpflichtete Diener oder irgendeine andere halbherzige Anstrengung, die versucht, nichts weniger als eine moderne Form der Sklaverei zu verschleiern (und Du bezahlst noch dafür?!).
Die Künste von den Philippinen spiegeln nicht ein asiatisches Konzept der Nahkampfschlacht wider, sondern eher einen europäischen (spanischen) Stil. Daher waren die philippinischen Künste bis vor nicht all zu langer Zeit frei von Rangstruktur (auch bekannt als Sklaverei – die unnötige Dominierung von anderen) und ihren sie begleitenden Kopfschmerzen. Die Kunst wurde unterrichtet als eine mitteilende Erfahrung, und nach dem sie erst einmal erlernt war, konnte man damit tun und lassen, was man wollte. Die Künste von den Philippinen sind eher ein Beispiel für den Geist der “Stammeskünste” als das sie Kampfkünste sind. Heute sind die philippinischen Methoden genauso verflucht wie es die modernen japanischen Methoden sind. Dies ist wegen ihrer (der Geldraffer) unerbittlichen Anstrengungen, dieses betrügerische Konzept der Ränge in unsere Ärsche zu schieben, bloß damit sie einen zusätzlichen Dollar verdienen können. In der realen Welt haben Graduierungen von welcher Art auch immer wenig Bedeutung mit Ausnahme für diejenigen, die zustimmen, das ermüdende alte Spiel zu spielen. Denk daran, daß Kugeln Generäle genauso leicht töten wie sie die Gefreiten töten. Ich würde denjenigen Personen, die derzeit den tausendmeilen langen Pfad der Kampfkünste entlanggehen, raten, echte, ehrliche, anwendbare Fertigkeiten aufzuspüren. Vermeide es, leeren Rängen und kurzlebigem Ruhm nachzujagen; falls Deine Fertigkeiten wirklich gut sind, werden sie unbestreitbar sein für jeden, der sie sieht. Ruhm und Anerkennung werden folgen. Deine Fertigkeit IST Dein Rang, echte Fähigkeiten unterstützen sich selbst, sie brauchen keine Urkunden oder Genehmigungen. In zenartiger Einfachheit “sind” sie einfach da. Ich weiß, daß sich dies so anhört, als ob ich Bruce Lee wiedergebe, aber er hat lediglich Krishnamurti, Sun Tzu, Laotse und andere umformuliert. Viel in seinem Buch Tao of Jeet Kune Do ist bloß das Material anderer Leute, das durch die formgebende JKD-Matrix erneut herumgewirbelt wurde. JKD ist nur getarnter gesunder Menschenverstand und Logik, die für die Kampfgleichung angewendet werden. Ich sage, such nach Freiheit und erlaube anderen, ihre zu haben. Halte die philippinischen Künste davon ab, Fitnessprogramme oder nutzlose Kampfkunsttodesfallen zu werden, wie so viele andere Kampfkünste es zu einem großen Teil geworden sind.

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Deinem Kampfkunstlehrplan im Gegensatz zu dem, was gegenwärtig von Lehrern traditionellerer Kampfkünste heutzutage unterrichtet wird?

James: Es gibt da keine so große Kluft, wie manche Leute es erwarten würden zwischen dem, was ich durch meine Unterrichte heute unterstütze und diesen traditionellen (klassischen) Werten, die von den Samurai der alten Zeiten ausgedrückt wurden. Bei COMTECH wird immer nach Einfachheit gesucht. Die Dinge laufen reibungsloser, wenn sie einfach gehalten werden. Warum das Rad neu erfinden, wenn bereits Tausende Versionen von ihm existieren? Ein wenig bekannter Gesichtspunkt über COMTECHs interne Struktur ist die Tatsache, daß all unser Unterrichten um die allgemeine Samurai-Philosophie herum aufgebaut ist. Laß mich dies genauer erklären. In der Vergangenheit wurde von den Samurai erwartet, bestimmte Fertigkeiten zu erlernen, die ihre Funktion als Krieger ergänzen und erweitern. Diese Fertigkeiten waren (ohne vollständig zu sein):

Ho-Jitsu (Feuerwaffen)
Ken-Jitsu (Schwert)
Kappo oder Katsu (Erste Hilfe)
Ikebana (Blumensteckkunst)
Sumi-e (Kalligraphie und Tuschmalerei)
Kyudo (Bogenschießen)
Ba-Jitsu (Reiten)
Aiki-Jitsu (waffenlose Verteidigung)

Bei COMTECH weise ich meine Schüler an, ihre Ziele mit einer ähnlichen Tagesordnung im Kopf zu stecken, um sie anzuleiten. Das bedeutet, wir nehmen Ho-Jitsu und unterrichten Pistole, Gewehr und Schrotflinte. Ken-Jitsu-Training wird zu Training mit taktischen Klappmessern. Kappo hat sich zu Herz-Lungen-Reanimation, Erste Hilfe und möglicherweise dem Abschluß eines Rettungssanitäter-Lehrgangs an Deinem örtlichen College weiterentwickelt. Ikebana und seine verwandten Anstrengungen sind zu einem High School-Abschluß oder einem Collegeabschluß geworden. Kalligraphie ist über das geschriebene Wort hinausgewachsen, und ihr heutiges Gegenstück sind ausreichende Kenntnisse des modernen Computers. Kyudo ist ersetzt worden durch fortgeschrittenes Scharfschützentraining auf unserer 1.800 m-Schießbahn (und ja, wir schießen manchmal noch immer mit Bögen, mit Compound-Bögen). Ba-Jitsu wird nicht mehr länger benötigt, aber dafür Sicherheitsfahrtraining. Wir empfehlen allen unseren Schülern, ein Training am Sears Point Raceway, bei ESI oder irgendeiner der anderen Hochleistungs-Fahrschulen, die zur Verfügung stehen, zu machen. Aiki-Jitsu ist erweitert worden um Silat, Kali und Kenpo, Tränengas, Pfefferspray und Elektroschocker.
Ich denke, Du verstehst den Punkt. Ich bin ehrlich gesagt TRADITIONELLER als viele von denen, die vorgeben, es zu sein. Der Begriff ist vieldeutig. “Traditionell”, was bedeutet das für mich? Falls ich im Sinne meiner Vorfahren traditionell sein soll, dann nehme ich an, ich sollte einen Kilt anlegen und Shilelegh-Kämpfen (irischer Stockkampf mit dem Cudgel) lehren. Zu versuchen, einen Teil einer längst ausgestorbenen Kultur (Japan, China oder Irland) nachzuahmen ist einer der hohlsten Pfade, denen ein Mann folgen kann. Nur im Westen denken/handeln wir noch immer so wie Darsteller in einem asiatischen Comic-Heftchen. Die Menschen in Asien handeln noch nicht einmal mehr auf diese Art und Weise. Dann magst Du fragen, warum dies der Pfad ist, der so typisch ist in den asiatischen Kampfkünsten? Ganz einfach, die asiatischen Künste sind indirekt verknüpft mit der Anbetung der Ahnen, die quer durch Asien so üblich ist. Dieser eine Faktor allein hat Asien mehr als irgendein anderer Aspekt im Hintergrund gehalten (insbesondere in den Künsten). Dir ist nicht erlaubt, irgend etwas zu verändern, weil das die Vorfahren verärgern könnte. Auf diese Weise konnte sich der Scheiß niemals so schnell weiterentwickeln wie er es hätte tun können oder sollen. Jeder Evolutionsvorgang wird in Frage gestellt und ihm entgegengewirkt. Eine Kunst zu verändern bedeutet, diejenigen zu beleidigen, die sie vor Dir ausgeübt haben. COMTECH ist nicht an dieses veraltete Konzept gebunden. Wir kommen nicht aus einer Kultur, in der solche Praktiken gelehrt oder durchgesetzt werden. Form folgt der Funktion in der realen Welt und ebenso in der Welt von COMTECH. Leistung zählt. In unserem Universum gibt es keine Gewinner auf dem zweiten Platz. Wem wir uns verschreiben, ist dem Gesetz des Landes und Gottes Gesetz; dies sind die traditionellen Werte unserer amerikanischen Kampfkunst (COMTECH), die wir unterrichten. Dies sind die Regeln, die die Samurai von heute besser zu befolgen haben, oder sie erleiden Gefängnis, Klagen, finanzielle Verluste und Schlimmeres.

Frage: Hast Du eine Kampfkunstphilosophie, die sowohl Dein Unterrichten als auch Dein persönliches Training leitet?

James: Ja, Kongo-Zen. Diamanten-Zen hat mich etwas angeleitet (Shorinji Kempo). Ich denke, daß die Menschheit selbst der Schlüssel ist zu den meisten Fragen des Lebens. Um klaren Kopfes und facettenreich zu bleiben, um hart zu sein, mit scharfen Kanten, die aufrechterhalten bleiben unter allem, was das Leben Dir entgegenwirft und dennoch in der Lage zu sein, Deine Gedanken in eine hilfreiche Aktion für Dich selbst und für andere in einem Augenblick zu kristallisieren. Hilf, wann und wo Du kannst. Es ist Teil der Rolle eines Kriegers in der Gesellschaft. Gewalt ist einfach und kann ziemlich gut von Ungeziefer, Rowdies und Rindern gemacht werden. Es erfordert keine Jahre des Trainings, um sie auszuführen. Der Pfad eines Kriegers ist der von höheren Standards. Sie sollten ihre Fähigkeiten so einsetzen wie ein Polizeibeamter seine Schußwaffe einsetzt: als ein letzter Ausweg und um Umstände anzupassen, um sie chirurgisch und mit Augenmaß zu verbessern, wenn Du so willst. Heutige Kampfkünstler sind total verliebt in die körperliche Seite der Künste. Hinter verschlossenen Türen neigen sie dazu, Gewalt anzuwenden (ihr Training), um ihren Weg im Leben durchzusetzen. Trotzdem predigen normalerweise alle von ihnen eine affektiert tugendhafte, fromme Philosophie in der Öffentlichkeit. Die alte “Bei Kampfkünsten geht es nicht um Gewalt, ganz ehrlich”-Geschichte! Es nennt sich Verleugnen. Die ganze “Ich werde ihn zum Kampf herausfordern”-Sache ist ein Beispiel für die unreife Geisteshaltung, die die Kampfkunstgemeinde heimsucht. Von dort, wo ich herkomme, wird Dir eine solche Geisteshaltung überhaupt keinen Respekt verschaffen, sondern bloß ein rauchendes .44er Loch in Deiner Brust in einer dunklen Nacht, wenn Du Deine Haustür öffnest. Zu schade, daß so viele ernsthafte Leute diesen Punkt übersehen haben. Die körperliche Seite ist NICHT die, wo die “Himitsu” oder verborgenen Gesichtspunkte oder Nutzen der Kampfkünste wohnen. Dies ist es, wo Freiheit des Denkens und Taten ins Bild kommen müssen, um die Dinge wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ohne dieses Element (Freiheit bzw. der “Losbrechen von dem Kern”-Teil) würde es da kein COMTECH oder James Keating geben. Das Buch von Taisen Deshimaru namens The ZEN Way to Martial Arts sollte von denjenigen gelesen werden, die daran interessiert sind, das wahre Wesen des Kampfkunstpfades, den sie beschreiten, zu verstehen. Beachte, worauf der Deshimaru sein Lehren konzentriert: den Atem (genau wie bei Yoga, Sinanju oder Kalligraphie). Sein Augenmerk auf Technik wird nur am Rande angesprochen. Hier ist die Wahrheit für alle zum Nachlesen.

Frage: Was ist Deine Meinung zu dem Grappling-Phänomen, das die Kampfkunstgemeinschaft in den letzten Jahren befallen hat?

James: Grappling hat in letzter Zeit zu stark versucht, das “Allheilmittel” für alle Kampfkunstleiden zu sein. Das ist es NICHT! Grappling ist der König in der richtigen Situation. Es kann sehr gefährlich sein, wenn es im falschen Moment gemacht wird. Ich denke, es gibt da auf jeden Fall eine Zeit für Grappling-Fertigkeiten im Verlauf eines normalen, unbewaffneten Straßenkampfes oder im Wettkampf im Ring. In der Lage zu sein, gut zu ringen, ist ein phantastischer Vorzug, den Du auf Deiner Seite haben kannst. Ebenfalls ein echter Aufbau für das Selbstbewußtsein. Aber wir können seine Herrlichkeit nicht weit über seine brilliante Vermarktungsarbeit, die von seinen Vertretern vor ein paar Jahren gemacht wurde, als es erstmals auftauchte, hinaus anwenden. Vermarktungspläne, Sportarten und Sportpersönlichkeiten haben noch niemals irgendwelchen wirklichen Einfluß an den Versammlungstischen der Krieger zu irgendeinem Zeitpunkt in der Vergangenheit (oder, was dies angeht, bei mir) gehabt. Diese aggressive Ringer-Verkaufsstrategie funktioniert gut, um für diejenigen ihren Lebensunterhalt bestreiten zu lassen, die für ihre Kunst damit werben, daß sie die Antwort auf das “Einschüchterer draußen auf der Straße”-Syndrom ist. Aber über Kneipenschlägereien und einfache Konfrontationen Mann gegen Mann (kleinere Scheiße) hinaus hat das Grappling wenig Anwendung auf den miesen Straßen. Es gibt keine Tritte im Vorbeifahren! Niemand springt gegen Dein Haus oder Auto mit Grifftechniken gegen beide Beine vor. Heutzutage sind die bösen Jungs schwer bewaffnet, sie setzen Masse (5 gegen 1), Überraschung, extreme Gewalt und Täuschung ein, um ihre Ziele zu erreichen. Terror ist der Name, und Terror ist das Spiel. Auf der Erde herumzurollen (oder, schlimmer noch, auf Beton) mit nur einem Mann, wobei Deine Gliedmaßen verheddert sind, ist in 95 Prozent von allen Konfrontationen in der realen Welt nicht der Ort, an dem Du (oder ich) sein möchten. Die Ergebnisse des in der realen Welt übertriebenen Grapplings sind zerrissene Kleidung/Uniform, Abwetzungen, Hautabschürfungen und Brüche Deiner Knochen, mehrfache Tritte zum Kopf und Körper durch die Komplizen Deines Gegners und Aussetzung der Gefährdung durch eine Vielzahl von sich im Blut befindlichen (Aids), im Atem befindlichen (TBC), durch Berührungskontakt übertragenen (Hepatitis A und B) und verwandten Krankheiten (Ich könnte Dir Geschichten über diese Dinge erzählen und wie ein versuchtes Grappling bei so manch einem Polizeibeamten nach hinten losgegangen ist, aber das ist für ein anderes Mal.). Wenn Dir also jemand über das Ringen sagt, daß es der ultimative Weg ist, dann unterstreichen sie damit nur ihr mangelndes Wissen über die realen Dynamiken der Gewalt in der heutigen, schnelllebigen Welt. Sie betrügen ihre Schüler durch ein Verewigen einer falschen Sicherheit. Wohlgemerkt, viele Grappler sind genauso praxisnah wie ich. Ich ziehe meinen Hut vor ihnen und ihrem soliden Fundament in guter Logik. Aber zu diesen schwachköpfigen Individuen, die glauben, daß sie eine Art von Überlegenheit über andere haben, weil sie einen Hüftwurf, Fußgelenkhebel oder Entkommen aus einer aufsitzenden Position machen können, sage ich: “Deine Zeit wird kommen. Die Welt wird Dir die härteste aller Lektionen beibringen, die einem Mann nur beigebracht werden kann.”

Frage: Unterrichtest Du irgend eine Art des Bodenkampfes oder Grapplings in Deiner Schule?

James: Ja, wir haben eine Teil des COMTECH-Lehrplans dem Grappling gewidmet. Dieser Teil ist zusammengesetzt aus verschiedenen Methoden und Bedeutungen. Ich mag, was Dumog (Philippinen) anbietet, ich mag die dynamischen Nahkampfmethoden des Aiki-Jitsu, ich liebe Harimau und die indonesischen Methoden des Bodenkampfes/Grapplings, und Mr. Larry Hartsells Version des britischen “Catch as catch can”-Ringens gefällt mir ebenfalls. Wir unterrichten auch die exotischen und seltenen Buah-Serien des Bersilat und ihre dazugehörigen, traditionellen Eindringlinien. Sicherlich höchst formalisiert, aber vollgeladen mit unschätzbaren, konzeptuellen Informationen. Wir haben ein Arsenal an Grappling-Gegenmanövern in unser Waffentraining eingebunden, die nicht mehr all zu oft gesehen werden, seit jedermann zu ringen versucht (Als ob dies zu verfolgen eine stichhaltige taktische Logik wäre. Hmmm! Ich wundere mich wirklich darüber.). Ich weiß, daß Erfahrung Dich weiter führen wird, als jeder Lehrer es kann, und die Wahrheit (für Dich) wird schließlich auf die eine oder andere Art und Weise erkannt. “Wahrheiten” neigen dazu, sich in Kampfkunstkreisen von Mann zu Mann zu unterscheiden. Such Deine eigene. Als eine Nebenbemerkung: Überprüfe bitte unseren “Grappling/CQB Knife Work in Arctic Conditions”-Bericht in der Ausgabe des Modern Knives Cyber-Magazine. Er zeigt eine Seite der Polizeiarbeit, in der Grapplingfertigkeiten (indonesischer Stil) wirklich einen positiven Unterschied machen können.

Frage: Du bist bekannt für die “Riddle Of Steel”-Seminare, die im Nordwesten der Vereinigten Staaten abgehalten werden. Würdest Du uns etwas über das Riddle of Steel erzählen?

James: Ich kam erstmals um 1990 oder so auf die Idee, ein Riddle of Steel durchzuführen. Ich war tief in der Wildnis des Hells Canyon in Idaho, den Tod eines guten Freundes und Geschäftspartners betrauernd: von Max, meinem Lieblings-Pitbull. Ich hatte mir die Filmmusik von dem ersten Conan-Film auf einer Kassette angehört. Die Verbindung war folgendermaßen: Als sich der Gedanke darüber, dieses Seminar zusammenzustellen, zum ersten Mal formte, hörte ich mir den Song namens “Riddle of Steel” an. Ziemlich passend. Also ging ich mit dem Zen des Augenblicks und der Bewegung und benannte das Ereignis, das ich plante, nach dieser Erfahrung, die ich hatte. Tatsächlich schlug ich mich außerdem mit Selbstmordgedanken da oben in diesen Canyons herum. Es war eine düstere Zeit für mich, mit zu vielen Kopfschmerzen. Aber durch die Gnade des Schöpfers zog ich mich aus diesem endgültigen Sturzflug heraus und zog Bilanz aus den Dingen, die um mich herum waren. Ich entschloß mich dazu, in eine neue Richtung auszuholen und es noch einmal zu versuchen, in eine positive Bahn zu gelangen. Vor diesem Zeitpunkt waren die Seminare, die ich unterrichtete, betitelt mit der Überschrift wie „Jim Keatings Kampfkunst-Supersession“. Wir wählten exotische Plätze aus, an denen wir uns trafen, übten, herumspielten, uns berieten und ganz allgemein eine gute Zeit hatten. Langsam reiften sie zu der Einrichtung heran, die es heute ist. Es gab da keinen Generalplan, bloß eine logische Weiterentwicklung von einer Stufe zur nächsten. In diesem Moment möchte ich den zahllosen Tausenden danken, die an dem Riddle of Steel teilgenommen haben. Ich bewundere Euch und Eure Hingabe. Das Riddle geht weit über Messerarbeit oder Kampfkünste hinaus; es ist ein hochtouriges, widerstandsarmes Selbstverbesserungsprogramm. Falls der Sichgutfühl-Guru Tony Robbins Dich besser fühlen lassen kann, Dich besser macht und Dich mehr Geld verdienen lassen kann in Deiner beruflichen Laufbahn, in dem er Dir beibringt, wie Du über glühende Kohlen gehst (häh?), dann kann (und tut) Jim Keating das selbe und mehr für seine Kunden durch die Riddle of Steel-Erfahrung machen. Seid lebendig, Amigos!

Frage: Worin unterscheidet sich Dein Material von dem mehr traditionellen philippinischen Kampfkunsttraining?

James: Ich habe eine Konzept-Schule, und ich sehe sehr wenig Unterschied in den Methoden, die ich unterrichte im Vergleich zu denjenigen, die anderswo zu finden sind. Meine Methoden machen die Kunst klarer und einfacher zu verstehen als andere, aber das kommt daher, wie ich unterrichte, nicht von dem, was ich unterrichte. Obwohl ich sicher bin, daß es da jene gibt, die Anstoß daran nehmen, was ich tue. Aber sie zählen sowieso nicht. Mr. Parker sagte immer, daß “es immer leichter ist, einen anderen Mann schlecht zu machen als es ist, Dich selbst besser zu machen”. Die Männer, die an meiner Auslegung der südostasiatischen Kampfkünste Anstoß nehmen, stehen nicht in Konflikt mit meiner Kunst. Sie sind bloß ärgerlich, weil sie nicht in der Lage sind, das zu tun, was ich getan habe. Erfolg im Unterrichten oder in der Entwicklung von irgendeinem Stil der Kunst ist näher verknüpft mit den Elementen der Persönlichkeit, guter Hygiene, Spielen und gesundem Geschäftssinn als er damit ist, wie viele Katas Du kennst oder in wie viele Ärsche Du getreten hast. Grundlegendes Dale Carnegie-Zeug wie in seinem Buchklassiker Wie man Freunde gewinnt wird Dir weiter helfen als all die Vorwärtstritte, Messerschnitte oder Katas miteinander kombiniert. Professionalität spricht eine deutlichere Sprache als jugendlicher Zorn. Ich habe über die Jahre hinweg eine Menge aufs Dach bekommen für das, was ich tue, und ich weiß, daß es nicht wegen meiner Kunst ist. Es ist wegen meinem Erfolg. Karatemann Joe Lewis sagte einmal (und ich zitiere), daß “Amerika Gewinner liebt, aber sie es auch nicht erwarten können, einen Gewinner ausrutschen zu sehen. Dann liebt die selbe Menge es genauso, auf ihn einzutreten.” Mentales Präzisionsschießen, genau im Ziel!

Frage: Sprichst Du in Deinen Kampfkunstunterrichten die psychologischen/mentalen Bestandteile des Kämpfens an? Damit meine ich solche Themen wie den Umgang mit Adrenalinausschüttung, Schmerztoleranz usw.

James: Ich spreche diese Bereiche im Detail an, weil sie die lautlosen, unsichtbaren Kontrolleure unserer Körper und des Kampfes sind. Ich weiß, wie man die Muskeln eines Mannes stärkt, aber wie stärke ich seinen Mut? Ich weiß, wie man den Schlag/Tritt eines Mannes hart macht, aber wie kann ich ihn erlösen von seinen Selbstzweifeln und seiner Unerfahrenheit? Die Antwort zu diesen Fragen kann nur innerhalb des mentalen/geistigen Bereichs gefunden werden. All die vielen Symptome, die wir auflisten können, können alle umfaßt werden durch die allgemeine Überschrift der “Todesangst”. All diese nicht greifbaren Aspekte, die viele Kampfkünstler vermeiden, sollten im Training vorhanden sein. Um uns mit ihnen vertraut zu machen, ist der Grund dafür, warum wir trainieren. Beim Training geht es mehr um diese Bestandteile als um die endlose Aneignung von körperlicher Technik.
Humanpsychologie, Beobachtungspsychologie und das Verstehen des sympathischen und parasympathischen Nervensystems sind alle Teil der inneren, taktischen Lehre von COMTECH. Diese Bestandteile, die Du erwähnt hast, wie etwa Adrenalinschub und Schmerztoleranz, sind seit langem in vielen von Amerikas besseren Schußwaffen-/Schießschulen unterrichtet worden. Ganz egal, ob es Chuck Taylor, Colonel Rex Applegate, Mas Ayoob, John Farnam, Gabe Suarez, Andy Stanford oder Mike Janich ist, sie alle werden die Gesichtspunkte der “Wahrnehmungsveränderungen” irgendwo in ihrem Trainingsprogramm ansprechen. Wir alle befinden uns in dieser Beziehung auf der gleichen Wellenlänge. Es ist etwas, das sie seit Jahren gemacht haben. Es ist von ihnen zu erwarten. Der Begriff “Tachypsychia” (Zeitabläufe laufen viel langsamer oder rasend schnell ab) umfaßt all die “Entdeckungen”, die Kampfkünstler in den letzten Jahren gemacht haben und einige weitere darüber hinaus. Erst in letzter Zeit hat die Kampfkunstgemeinde damit angefangen, sich mit diesem wohlbekannten Phänomen zu beschäftigen (erinnere Dich daran, daß wir bei COMTECH schon immer Revolverschützen gewesen sind, lange bevor wir uns unsere Sporen als Messerkämpfer verdient haben). Die Kampfkünste liegen bei Methoden aus der realen Welt für den Umgang mit Konflikten weit zurück. Anstatt aufzuholen, erfinden sie das Rad neu. Es ist so, als ob sie über diese Dinge vor erst etwa zwei Jahren nachgedacht haben und nun diese mühsam erworbenen Geheimnisse der Öffentlichkeit mitteilen. Die Tatsache ist, daß die meisten Kampfkünstler in richtigen Konflikten der Sache nicht gewachsen sind, und sie haben so lange gebraucht, um schließlich mit dem Rest des Planeten übereinzustimmen in das, was sich tatsächlich in einer Konfrontation mit tödlicher Gewalt ereignet. Mensch, ein echt rückständiger, zeitaufwendiger Evolutionsprozeß. Mehr Aufgeschlossenheit und Erforschung ist nötig von denjenigen in den Künsten, um Verluste zu verringern und Leistung als ein Ganzes zu verbessern. Das Quai Chang-Mutter Teresa-Sozialarbeiter-Kult-Scheißding schlägt allerdings wieder durch. Bis wir alle (als Kampfkünstler zusammen) nicht darin übereinstimmen, daß wie nicht in längst vergangenen Zeiten oder in einem asiatischen Phantasiereich leben (Big Trouble in Little China, in der Tat), werden wir dann damit weiterfahren, zu sehen, wie mit wertlosem Gegenkulturritual und unproduktiver Bemühung Zeit verzehrt wird. Obwohl viele Leute und Veröffentlichungen, die sich mit den Kampfkünsten beschäftigen, heute diese neuen, “heißen Themen” energisch zerlegen, sind sie ein alter Hut (und unter Kontrolle) für die meisten Cops, Pistoleros und Spieler in der realen Welt.

Frage: Du wirst im Allgemeinen als ein Waffenexperte von der Kampfkunstgemeinde angesehen. Könntest Du uns etwas über das Waffenprogramm erzählen, das Du gegenwärtig unterrichtest?

James: Der Mensch ist ein werkzeugtragendes/-benutzendes Lebewesen. Der mürrische Höhlenbär wurde nicht von unseren primitiven Vorfahren überwältigt durch den Einsatz der Reitposition auf seiner Brust, Vorwärtstritte oder dem tödlichen doppelt gedrehten, gesprungenen, betrunkenen, Bretter zerschlagenden Drachentritt. Es ist wegen dem Einsatz von Werkzeugen, das die Menschheit anderen Spezies voraus ist. Dies zu leugnen oder den Waffeneinsatz oder das Wissen über den Waffengebrauch einzuschränken, wie es einige Kampfkunstschulen tun, ist nicht nur dämlich, sondern kriminell. So lange Waffen vorhanden sind, können Menschen gleich und frei bleiben. Wenn Waffen nicht vorhanden sind, kannst Du Ausschau halten nach einer oberflächlichen, geldgetriebenen “Beherrscher”-Persönlichkeit, die das große Tier sein möchte und über die Hühner für seinen eigenen Gewinn herrscht. Anderen zu helfen ist immer zweitrangig auf ihrer wirklich selbstbezogenen Tagesordnung. Die Schulen, die von einem frühen Zeitpunkt an Waffen unterrichten, geben ihren Schülern unbezahlbare Fähigkeit und Selbstbewußtsein. Die schlechte Sorte von Lehrer sucht sich aktiv Mitläufer aus, die gute Sorte der Lehrer sucht sich aktiv Mitführer aus. Meine Programme sind dafür entworfen, intelligente Führer zu erschaffen, weil ich es liebe, mit den Wölfen zu laufen und nicht mit den Hunden zu spazieren. Mahatma Gandhi sagte einmal: “Von all den Unrechten, die den indischen Menschen von den Briten zugefügt worden sind, ist die totale Entwaffnung der Hindubevölkerung eines der dunkelsten, grausamsten Unrechte von allen.” Um eine andere britische Quelle zu zitieren: “Nur die Niedersten der Niederen setzen ihre Fäuste ein.”
Viel von unserem Waffenprogramm basiert auf den 12 Bereichen des Kali. Wir verwenden dies als eine grobe Richtschnur und modifizieren und verfeinern sowohl alte als auch moderne Kampffertigkeiten, um sie unseren Bedürfnissen anzupassen. Dieses Grundgerüst ist in seinem Format und seinem Inhalt europäisch. Seine Westlichkeit ist leicht erkennbar, da kein Grundgerüst aus irgendeiner asiatischen Kunst an es heranreicht, wenn es darum geht, seinem Wert gewichtsmäßig gleichzukommen. Wohlgemerkt, dies ist bloß meine Meinung. Ich möchte nicht einen Haufen an “todeskampfsuchenden” Holzköpfen draußen vor meiner Haustür herumlungern haben, die versuchen, die Kunst ihres Meisters “unter Beweis zu stellen” für die Ehre des Onkel Chang (der vor etwa sechs Jahrhunderten in China verstorben ist). Bloß eine Meinung über das, was für mich und die meinen funktioniert, Leute, das ist alles.
Waffenfertigkeit mit spanischem Ursprung IST das Höchste für mich. Sie beherrschten für über dreihundert Jahre lang die damals bekannte Welt. Niemand zieht das durch, ohne einiges an ernsthaftem Zeug zu haben, mit dem er dem Feind ordentlich eins verpaßt. Die Spanier waren zu ihrer Zeit die Meister dieses Faktors. Kein asiatisches Land hat jemals die Erde so beherrscht wie es die westlichen Nationen getan haben. Es gibt verschiedene westliche Nationen, die dies geschafft haben (z.B. England, Amerika, Spanien, Deutschland und andere zu bestimmten Zeiten in der Geschichte). Die Geschichte lügt nicht. Innerhalb des Kali liegen die Überbleibsel eines einst phantastischen Nahkampfsystems. Aber schau nicht auf die Philippinen für Informationen hierüber, schau in Deine Geschichtsbücher und geh nach Spanien. Waffenfertigkeit von der Art, die wir bei COMTECH letztendlich für den Kampf unterstützen, ist zu finden in diesen alten Bezügen auf die spanischen Methoden. Wir haben innerhalb unseres Lehrplans flexible Waffen (Peitsche, Latigo), einzelne und doppelte Waffenanwendung, kurze und lange Waffen (Dolch, Schwert, Langstock), Geschoßwaffen (Schußwaffen, Blasrohre), fliegende Waffen (Speere, Chakrams) und viele mehr. Da wir wirklich ein universelles System oder eine Methode sind, haben wir wenig Probleme damit, mit solch einer großen Menge an Material umzugehen. Jedes Themengebiet bezieht sich auf die anderen, bildet eine Verbindung, die selbst Anfänger in dem COMTECH-System schließlich finden können und ihnen zu dem guten Zeug und zu ihren persönlichen Zielen folgen.

Frage: Mehrere Deiner DVDs sind bewertet worden. Welches, glaubst Du, ist bisher Deine beste Arbeit gewesen?

James: Hmm, nun, ich schätze, es würde die häufig falschverstandene Drawpoint Series Teil 1,2,3 (umgekehrter Messergriff) sein. Es ist ein vollständiges Schnittwaffen-Selbstverteidigungssystem auf DVD. Es wird unterrichtet in einer konzeptartigen Weise, die über ihren Titel hinausgeht. Es ist eine phantastische Selbstschutzmethode. Es ist ein ideales Übergangs-DVD-Set für diejenigen, die bereits Schützen sind und es wünschen, sich kampfmäßige Klingenverteidigungsfertigkeiten in einer sehr kurzen Zeit anzueignen. Es ist eine hochwertige DVD-Serie, sowohl vom Niveau ihres Inhalts als auch vom Produktionsstandpunkt aus gesehen. Ich möchte erwähnen, daß unabhängig von dem Paladin Press-Titel für Teil Eins oder von dem, was andere behauptet haben, was diese DVD-Serie angeblich sein soll, es nicht um Messerkampf geht! Hat es niemals getan. Bei diesen DVDs geht es darum, Dich selbst zu schützen in einer Konfrontation mit tödlicher Gewalt, in der das Messer Dir die einzige Zuflucht bieten mag, um nicht getötet zu werden. Wir verwenden lediglich das herkömmliche Messer-gegen-Messer-Trainingsformat, um Wissen zu vermitteln, und nicht, um die überholte Idee des “Messerkampfes” zu unterstützen. Verwechselt ein Football-Spieler, der den Tacklingdummy angeht, diese Übung mit dem, was er in einem Spiel tun soll? Nein, in einem Spiel bringt er diese Fertigkeiten zum Einsatz gegen das gegnerische Team (und keiner von ihnen trägt irgendwelche Tacklingdummies auf dem Spielfeld herum). Erstaunlich! Erwartet ein Angler, der in seinem eigenen Hintergarten das Auswerfen der Leine übt, tatsächlich, einen Fisch zu fangen? Ich glaube nicht, aber er setzt dann seine neu trainierten Fähigkeiten darin, den Haken auszuwerfen, mit Genauigkeit und Kontrolle ein, selbst zwischen Zweigen und im Bach treibenden Ästen, um dann einen echten Fisch zu fangen. Daher muß man durch den offensichtlichen Schleier des Übens hindurchsehen und sich weiterbewegen zur nächsten Stufe der Anwendung. So ist es auch mit der Drawpoint-Serie. Ich glaube außerdem, daß meine Conceptual Gold-Serie (Teil 1 und 2) sehr gute DVDs für jeden, auf jedem Niveau, sind.

Frage: Welche Deiner DVDs würdest Du für einen Anfänger in den Kampfkünsten empfehlen?

James: Es würde entweder um meine dreiteilige Serie, die als die Knifecraft Series bekannt ist oder die zweiteilige Reihe namens Conceptual Gold gehen. Jede davon würde für den Anfänger angebracht sein. Diese DVDs bringen Dich von Punkt A bis Punkt Z auf ihren jeweiligen Gebieten, so daß Du ein gründliches Verständnis für ihre leitenden Prinzipien hast. Selbst Leute, die behindert oder an den Rollstuhl gebunden sind, werden dieses Material als hilfreich empfinden.
Am Schluß möchte ich mich für die Gelegenheit bedanken, Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen. Falls irgend jemand von Euch Lesern Grund dafür gefunden hat, über irgend etwas verärgert zu sein, das ich gesagt haben mag im Verlauf dieses Interviews, laßt dies bitte nicht an den Leuten hier ab. Sie haben lediglich einen Zugang geschaffen für die so sehr benötigte Kommunikation zwischen uns allen in den Künsten. Ich denke, die Wahrheit ist da draußen, und sie muß jetzt bekannt werden. Vermeide Konflikte, hilf anderen und suche die Wahrheit. Vielen Dank.


von und mit James A. Keating bieten wir im Onlineshop an:

DVDs:

Practical Wakizashi

Karambit: Standing Submissions

Modern Knives: The Complete Series

The Controlling Option

Women’s Self Defense

Tuite: The Art Within

Gekahai: The Lost Form of Goju Ryu

Low Line Traps, Body Levers & Blade Manipulations

Bits & Pieces

Modern Knives 1: Spanish Fighting Arts

Modern Knives 2: South East Asian Fighting Arts

Modern Knives 3: Modern Knife Concepts

Modern Knives 4: Western Martial Arts

Modern Knives 5: The American Bowie Knife

Modern Knives 6: Filipino Stick Fighting

Modern Knives 7: The Grappling Arts

Modern Knives 8: Combative Drills & Skills

Modern Knives 9: World Arts

Modern Knives 10: Fire & Steel – Gun & Knife Combat

Modern Knives 11: Savate, Sungkiti & The C.A.T.

(Un)Armed And Dangerous: Empty-Hand Tactics Against the Armed Attacker

Knifecraft: Asian Blade Series

Spyderco Civilian: Defense with the Spyderco Civilian

Pushdagger: Defense with the Gamblers Pushdagger

Drawpoint: Defensive Knife System

American Blade Concepts: The Bowie Knife and the Use of the Big Knives

Street Knife: Basics of Knife Training

Sword & Dagger

Fighting Axe & Tomahawk

Impact Weapons: A Basic Primer of Non-Lethal, Defensive Applications

X-Cane: COMTECH X-Cane Combatives Training

Combative Whip: Solo Whip, Whip & Dagger, Whip Trapping

Fighting Bandanna: Knife Defense & Bandana X Empty Hand

Hellbows: Destructive Elbow Techniques

Stick Fighting: Single Stick & Double Stick

Advanced Sumbrada

Structured Lock Flow

Conceptual Gold: The 5 Keys to Kali & The 7 Secrets of Silat

Trapping

Crossing The Bridge: Entry Into Close Combat

Panatukan Knife Boxing

Dequerdes: Filipino Training Cross

Connecting The Systems: The Natural Spirit Filipino Martial Arts Series

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